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Liebe Leser*innen

Die Spatzen pfeifen's vom Dach

Passt auf eure Kinder auf

Aktualisiert: 10. Dez. 2021

Querdenken 711 - 16. Mai 2020: Zwei Erzieherinnen haben das Wort


Schon ein 16jähriges Mädchen weiß:
"Eine Mutter wird immer nach ihrem Kind zuerst greifen!"

So ziemlich am Ende der Demo meldeten sich Erzieherinnen zu Wort (siehe Video).


Ich stehe dem Kindergarten oder der Kita, auch keiner Tagespflegeperson grundsätzlich negativ gegenüber. Nur dem ab wann, wie viel und wie nah, da bin ich sehr skeptisch.

Als Tagesmutter habe ich gelernt, dass zu den betreuenden Kindern eine professionelle

Distanz zu halten ist, so dass die Kinder jeder Zeit wieder an die Eltern abgegeben werden

können, ohne dass mir selbst damit ein Problem entsteht.

Zum Glück hat sich der Begriff "Tante oder Onkel" für eine fremd betreuende Person

ausgeschlichen, da Erzieher*innen im Regelfall keine Familienmitglieder sind und das auch

nicht werden sollen.


Bei einem Satz wie:

"Die Kinder haben Trennungsängste, weil sie ihre Erzieherin nicht mehr sehen",

schrillen bei mir als Mutter, Oma und Tagesmutter alle Alarmglocken, ob die Distanz noch gewahrt ist? Hier könnten auch Ängste von Erwachsenen eine Rolle spielen, denn Eltern könnten merken, dass sie eigentlich auch ohne Kita bzw. mit weniger davon glücklich sein können.


Leider geht der Trend nicht in die Richtung - wie ich schon in meinem Artikel

Einrichtungskinder ausführte.

So manche Eltern, sind mit der plötzlichen "extremen" Nähe zu ihrem Nachwuchs

überfordert, ob alleinerziehend oder nicht. Es soll sogar ein Anstieg an Gewalt gegen

Kinder zu verzeichnen sein.

Wir alle neigen dazu, uns sofort zu entrüsten. Keine Frage, dass es keinen Lob dafür

hageln soll, doch schieben wir die Schuldzuweisungen mal einen Moment zur Seite und

fragen nach:


Warum ist das so, wo kommt das her?

Gewalt hat nichts mit Armut oder Reichtum zu tun. Das zieht sich durch alle Schichten und

beschäftigen wir uns mit der Geschichte der Menschheit, zieht sie sich auch durch alle

Zeiten.

In einer Zeit, da es keine helfenden Technologien gab, die Wäsche und Geschirr

gewaschen und getrocknet haben, blieb den "einfachen" Leuten nichts anderes übrig, als

zu schuften. Heute, mit all den Annehmlichkeiten, wissen scheinbar die Wenigsten etwas

wirklich Sinnvolles mit sich anzufangen, geschweige denn mit ihren Kindern.

Es hat sich etabliert Kinder am liebsten zum Stillsitzen und Schweigen zu bringen und sie

den Einrichtungen zu überlassen, weil gedacht wird:

Zwei Stunden im Stau stehen, für einen Job der 200 € mehr bringt, das sei Pflicht und

Schuldigkeit dem Staat gegenüber.

Der Preis dafür ist, dass die Nähe zu den Menschen verloren geht, die am Nächsten

stehen. Und das ist, was die Situation gerade spiegelt.


Unabhängig ob der Lockdown nun berechtigt ist oder nur ein Fake.

Jetzt ist die Chance gegeben, dass Familien sich wieder näher kommen. Dass ein jeder

sich mit den Macken des Partners auseinandersetzt, statt sich beim Auftauchen einer Herausforderung gleich dem nächsten Partner an den Hals zu werfen, um bald darauf

festzustellen, das ist's auch nicht.


Liebe Erzieher*innen

die ihr eigene Familien habt. Jetzt könnt ihr all euer Wissen dort anwenden und mit gutem Beispiel vorangehen.


Liebe Eltern

ohne pädagogische Ausbildung. Lasst euch nicht einreden, dass eure Arbeit mit euren eigenen Kindern zu Hause "Nichts" wert ist, nur weil sie nicht versicherungspflichtig vergütet wird!


Dann schließ ich mal schnell, denn gleich muss ich los, in die Kita, zu meinen Tageskindern. Das Geld für meine Tagesmutter muss ja schließlich verdient sein!


Passt gut auf euch und auf eure Kinder auf!


Alles Liebe

Eure Jenny

Weiterführende Links

So sieht's aus

https://www.youtube.com/watch?v=3TiTgPPiwnI&list=WL&index=6&t=1133s


Die Alternative